Bounce Management: So funktionieren Bounces und sauberes Bounce Handling
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Frank
- Aktualisiert am 6. Februar 2026
Genau wie Postanschriften sind auch E-Mail-Adressen irgendwann nicht mehr gültig. Zum Beispiel, wenn jemand seinen Freemail-Account löscht oder ein Unternehmen Domains umstellt. Für saubere Daten und stabile Zustellbarkeit ist Bounce Management deshalb Pflichtprogramm. Nicht glamourös, aber wie Ölzeug im Nordwind: Ohne wird’s schnell ungemütlich.
Was ist Bounce Management?
Bounce Management beschreibt den Prozess, bei dem eingehende Fehlermeldungen direkt nach dem Versand automatisch verarbeitet werden. Besonders wichtig sind dabei Hinweise auf ungültige E-Mail-Adressen, denn sie helfen dir, deinen Datenbestand sauber zu halten. Und saubere Daten sind eine der besten Versicherungen gegen Zustellprobleme.
Was ist eine Bounce Message?
Eine Bounce Message ist die E-Mail, die ein Mailserver (genauer: ein Mail Transfer Agent) an den Absender zurückschickt, wenn eine Nachricht nicht zugestellt werden konnte. Im Fachjargon heißt das oft NDR (Non-Delivery Report), also ein Unzustellbarkeitsbericht.
Damit du den Grund verstehst, enthält eine Bounce Message typischerweise:
- einen klassischen Fehlercode (z. B.
550) - einen erweiterten Fehlercode (z. B.
5.4.1) - einen Fehlertext (z. B. „Recipient address rejected: Access denied.“)
Wichtig: Es gibt unzählige Codes und Formulierungen. Viele IT-Abteilungen und ISPs nutzen eigene Texte, teils auch bewusst vage, um Missbrauch nicht noch mit Zusatzinfos zu belohnen.

Was ist Bounce Handling?
Beim Bounce Management werden Bounce Messages automatisiert verarbeitet. Man spricht dann oft von Bounce Handling. Typische Schritte sind:
- Einlesen der Bounce Message
- Identifikation des betroffenen Kontakts
- Kategorisierung des Fehlers (z. B. Soft/Hard, Policy, Spam, technisch)
- Archivieren oder Löschen der Bounce Message
- Ausführen von Aktionen (z. B. Kontakt pausieren, auf die Blocklist setzen, Ticket auslösen)
Für dieses Handling werden häufig folgende Informationen genutzt:
- die Zieladresse der Bounce Message (oft mit IDs für Kontakt und Kampagne)
- Datum und Uhrzeit der Rückmeldung
- Identität des Mailservers, der die Nachricht zurücksendet
- Header der zurückgesendeten Nachricht
- Teile oder der gesamte Inhalt der Nachricht
- Fehlermeldungen und Codes
Keine Bounce Message – alles super?
Leider nein. Wenn eine E-Mail serverseitig als Spam eingestuft wird, kommt oft gar keine Bounce Message zurück. Das ist unerquicklich, weil du dann nichts davon merkst und munter weiter an dieselbe Adresse sendest.
Warum machen Postmaster das? Weil sie Spammern und Scammern keine Zusatzinfos liefern wollen. Und weil es Ressourcen spart.
Und dann gibt es noch Spamtraps: Die sind nicht dafür da, dir freundlich „Empfänger unbekannt“ zuzurufen.
Hard Bounces vs. Soft Bounces
Grob gibt es zwei Hauptarten von Bounces:
- Soft Bounce: Vorübergehende Zustellprobleme, z. B. volles Postfach, temporäre Serverprobleme oder Rate Limits. Oft klappt es später.
- Hard Bounce: Dauerhaftes Problem, z. B. ungültige Adresse oder permanente Ablehnung. Solche Adressen gehören in der Regel zeitnah aus dem aktiven Versand.
Praxis-Tipp: Nicht jeder „Hard“-Text ist wirklich hart wie ein Hafenpoller. Manche Systeme formulieren scharf, obwohl es nur eine Policy oder ein temporäres Problem ist. Deshalb sind gute Regeln wichtiger als hektisches Löschen.

Was zeichnet ein gutes Bounce Management aus?
1) Transparenz
Gutes Bounce Management ist keine Blackbox. Jede Entscheidung und jede Aktion sollte nachvollziehbar sein, damit nicht still und heimlich Kontakte verloren gehen.
2) Smart statt „Schwarz/Weiß“
Professionelles Bounce Handling arbeitet mit Regeln, Kontext und idealerweise einem Scoring. Es bewertet Wahrscheinlichkeiten, statt bei einem einzelnen Anzeichen gleich die Axt zu holen.
3) Flexibel
Du solltest individuelle Regeln definieren können, inklusive Ausnahmen. Zum Beispiel für bestimmte Bounce Codes, die bei einzelnen Empfängern regelmäßig auftreten, ohne dass die Adresse wirklich kaputt ist.
FAQ: Bounce Management
Was ist Bounce Management?
Bounce Management ist der Prozess, bei dem eingehende Fehlermeldungen (Bounce Messages) nach dem Versand automatisch verarbeitet werden, damit ungültige Adressen erkannt und Zustellprobleme vermieden werden.
Was ist eine Bounce Message?
Eine Bounce Message ist die Fehlermeldung, die ein Mailserver an den Absender zurückschickt, wenn eine E-Mail nicht zugestellt werden konnte.
Was ist der Unterschied zwischen Hard Bounce und Soft Bounce?
Ein Soft Bounce ist meist vorübergehend, zum Beispiel durch ein volles Postfach oder temporäre Serverprobleme. Ein Hard Bounce ist in der Regel dauerhaft, zum Beispiel durch eine ungültige Adresse oder eine permanente Ablehnung.
Warum kommt manchmal keine Bounce Message zurück?
Wenn eine E-Mail serverseitig als Spam eingestuft oder still abgewiesen wird, wird oft keine Bounce Message zurückgesendet, damit keine zusätzlichen Informationen an potenzielle Angreifer herausgegeben werden.
Was ist Bounce Handling?
Bounce Handling bezeichnet die automatisierte Verarbeitung von Bounce Messages, inklusive Identifikation des Kontakts, Kategorisierung des Fehlers und Auslösen passender Aktionen wie Pausieren oder Blocklisting.

Fazit
Bounce Management ist für Datenhygiene unverzichtbar und spielt damit direkt in deine Zustellbarkeit rein. Achte bei der Versandtechnologie darauf, dass das Bounce Handling zuverlässig, transparent und fein steuerbar ist.
Wenn du willst, gucke ich einmal mit dir drauf: Welche Bounces kommen rein, wie werden sie klassifiziert und wo gehen dir unnötig Kontakte über Bord?
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