Tracking-Links & Redirects: So beeinflussen sie deine E-Mail-Zustellbarkeit
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Frank
- Aktualisiert am 31. Januar 2026
Viele Faktoren beeinflussen die Zustellbarkeit von E-Mails. Einer wird gern mal übersehen. Die Qualität der Links, die in der E-Mail enthalten sind. Diese spielen eine größere Rolle bei der E-Mail-Zustellbarkeit, als viele denken. Lass uns da mal tiefer einsteigen.
Was sind Deep Links überhaupt?
Ein Deep Link ist nichts anderes als ein Link, der den Empfänger direkt auf eine spezifische Unterseite deiner Website führt – zum Beispiel ein Produktdetail, ein Whitepaper oder eine dynamische Landingpage. Im Gegensatz dazu verweist ein „normaler“ Link oft nur auf die Startseite.
Für die Nutzererfahrung sind Deep Links super – sie sparen Klicks und bringen die Leute genau dahin, wo sie hin sollen. Für die Zustellbarkeit deiner E-Mails können sie aber zur Stolperfalle werden, wenn du nicht auf ein paar Dinge achtest.
Warum interessieren sich Spamfilter für deine Links?
Spamfilter (und auch die großen E-Mail-Anbieter wie Gmail oder Outlook) schauen sich deine gesamte E-Mail an. Und dazu gehört auch, wohin die enthaltenen Links führen. Dabei wird u. a. geprüft:
- Wie oft die Domain in Spam-Mails vorkommt
- Ob Weiterleitungen im Spiel sind
- Ob der Link mit dem sichtbaren Text übereinstimmt
- Wie vertrauenswürdig die Zielseite ist (Reputation, SSL, etc.)
Wenn du also einen Deep Link auf eine Seite setzt, die beispielsweise über eine Tracking-Weiterleitung läuft oder eine schlechte Domain-Reputation hat, kann das deine E-Mail schnell ins Abseits schießen – nämlich in den Spamordner.

Häufige Link-Probleme in E-Mails
Hier ein paar typische Probleme, die du vermeiden solltest:
1. Tracking-Weiterleitungen über Drittanbieter
URL Shortener wie TinyURL oder bit.ly sind unbedingt zu vermeiden. Professionelle Trackingdienste solltest du wenigstens vorab prüfen. Einige werden von Spammern missbraucht – was bei dir zu massiven Zustellproblemen führen kann.
2. Mismatch zwischen Linktext und URL
Wenn dein Linktext z. B. „www.moin-inbox.de“ heißt, der Link aber zu einer URL wie tracking123.de/abc führt, kann das als Täuschungsversuch gewertet werden. Halte Text und URL möglichst konsistent.
3. Kein Domain Alignment
Wenn deine Absender Domain „moin-inbox.de“ heißt, die Domain deiner URLs „tracking123.de“ ist, ist kein Domain Alignment gegeben. Wenigstens die Root Domain sollte stets dieselbe sein.
4. Keine TLS-Verschlüsselung (http statt https)
Unverschlüsselte Seiten wirken nicht nur unseriös, sondern führen bei manchen Mailanbietern direkt zur Abwertung.
5. Broken Links oder 404-Seiten
Wenn ein Deep Link ins Leere führt oder häufig aktualisiert wird und dadurch kaputtgeht, ist das ein Warnsignal für Spamfilter. Ein regelmäßiger Link-Check gehört also zur E-Mail-Pflege dazu.

Was macht einen "guten" Link aus?
Ein qualitativ hochwertiger Link in einer E-Mail erfüllt folgende Kriterien:
- Verweist direkt (ohne unnötige Redirects) auf die Zielseite
- Führt zu einer verschlüsselten URL (https)
- Kommt von einer Domain mit guter Sender-Reputation
- Ist konsistent im Text und in der URL
- Nutzt jene Domain die jener der FROM Adresse entspricht
- Zeigt auf eine funktionierende, schnelle Seite, die sich auf keiner Blacklist befindet
Wenn du Deep Links einsetzt, achte zusätzlich darauf, dass sie zielgerichtet und sinnvoll eingebettet sind. Streu sie nicht einfach wahllos ein, sondern setze sie dort, wo sie den Leser wirklich weiterbringen.
Der Zusammenhang zwischen Linkqualität & Deliverability
Du fragst dich vielleicht: Kann ein schlechter Link wirklich dafür sorgen, dass meine Mails im Spam landen?
Die kurze Antwort: Ja, leider.
Die längere Antwort: Kein einzelner Aspekt (weder ein Link, noch ein Betreff, noch ein Bild) entscheidet alleine über die Zustellung. Aber viele kleine Warnzeichen summieren sich. Und schlechte Links sind ein wichtiger Spam-Indikator, besonders bei Mail-Providern mit strengen Filtern.
Wenn du regelmäßig Probleme mit deiner Zustellbarkeit hast, lohnt es sich, die Links in deinen Kampagnen zu analysieren. Dabei hilft dir zum Beispiel ein professionelles E-Mail Deliverability Audit – oder du setzt auf Tools, die deine Linkstruktur automatisiert prüfen.
FAQ: Tracking-Links, Redirects & Zustellbarkeit
Können Tracking-Links dafür sorgen, dass E-Mails im Spam landen?
Ja. Tracking-Links sind für Spamfilter ein Risikosignal, weil sie häufig Redirects enthalten und oft von Spammern missbraucht wurden. Tracking ist nicht grundsätzlich „schlecht“ – aber Tracking-Domain, Redirect-Kette und Zielseite sollten technisch sauber und reputationsstark sein.
Wie viele Redirects sind in E-Mail-Links „okay“?
So wenig wie möglich. Jede zusätzliche Weiterleitung erhöht das Risiko (Reputation, Technikfehler, Timeouts). Ideal ist eine kurze, stabile Redirect-Kette ohne unnötige Zwischenstationen.
Warum sind URL-Shortener wie bit.ly oder TinyURL problematisch?
Weil Shortener-Domains häufig in Spam-Kampagnen vorkommen und dadurch eine schlechte oder schwankende Reputation haben können. Selbst bei sauberen Inhalten kann die Shortener-Domain die Zustellung negativ beeinflussen.
Was bedeutet Domain Alignment bei Links – und warum ist das wichtig?
Domain Alignment bedeutet, dass Absender-Domain (From) und Link-/Tracking-Domain logisch zusammengehören, idealerweise über die gleiche Root Domain oder eine klar zuordenbare Subdomain. Starke Abweichungen wirken wie ein Identitätswechsel und können Spamfilter triggern.
Was ist schlimmer: http statt https oder eine lange Redirect-Kette?
Beides ist unnötig riskant. http wirkt unseriös und kann abwerten, während lange Redirect-Ketten fehleranfällig sind und wie Verschleierung wirken können. Optimal ist https mit kurzer Redirect-Kette und sauberer Zielseite.
Können 404-Seiten oder langsame Landingpages die Zustellung beeinflussen?
Ja. Broken Links (404/410) sind ein klares Qualitätsproblem. Sehr langsame Zielseiten können beim Link-Scanning zu Timeouts führen. Beides kann negative Signale an Spamfilter liefern und damit die Zustellbarkeit verschlechtern.
Wie teste ich die Linkqualität vor einem Versand?
Führe einen Preflight-Check durch: Redirects zählen, https prüfen, Zielseite auf 200-Status testen, Ladezeit grob checken und Domain Alignment zwischen From und Link-Domain prüfen. Bei hohen Volumina lohnt sich ein automatisierter Link-Check im Monitoring.
Ist personalisiertes Tracking (z.B. Parameter, IDs) ein Problem?
Meistens nicht, solange Zielseite und Parameter stabil sind, Redirects kurz bleiben und die Tracking-Domain eine gute Reputation hat. Problematisch wird es vor allem bei kaputten Parametern, 404-Zielen oder schlechten Tracking-Domains.

Fazit
Gerade im CRM, wo E-Mails oft personalisierte Deep Links enthalten, lohnt sich ein zweiter Blick: Wie vertrauenswürdig sind die enthaltenden Links tatsächlich? Achte auf Qualität, Klarheit und technische Sauberkeit. Denn je besser deine Links, desto höher deine Chancen auf den Posteingang – und genau da willst du ja hin.
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Mit Email Deliverability verhält es sich wie mit dem Zahnarztbesuch: Hinauszögern kann sehr schmerzhaft sein. Lass uns sprechen, um präventiv geeignete Maßnahmen zu ergreifen.